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Warum sind italienische Motorräder so sexy?

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Sexy: Benelli Tornado Tre 1130

Gut, dass Ihr her gefunden habt. Das Wort „sexy“ lockt eben doch immer, oder? Nicht gleich wieder weglaufen, ich habe tatsächlich etwas dazu herausgefunden – nämlich eine Antwort auf die Eingangsfrage: Warum sind italienische Motorräder so sexy? Drauf gekommen bin ich ausgerechnet durch den ESC. Für Nicht-Fans: der Eurovision Song Contest, das Träller-Stelldichein Europas, das in den letzten Jahren und nicht zuletzt mit Lenas Sieg in Oslo immer wieder für Überraschungen gut war.

Okay, der ESC fand also vor etwas mehr als einer Woche in Düsseldorf statt. Tolle Show, knapper Ausgang und ein Siegerpärchen aus einem Land, bei dem die meisten sicher erst mal nachsehen müssen, wo es liegt: Azerbaijan (bevor es Gemecker gibt: dies ist die internationale Schreibweise…). Und was hat das mit italienischen Motorrädern zu tun, geschweige denn mit Sex? Richtig: gar nichts.

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Raphael Gualazzi

Die eigentlich Überraschung beim ESC 2011 war aber, dass Italien sich nach 13-jähriger Abstinenz zurückmeldete. Und was machen die verrückten Italiener? Schicken einen Jazz-Pianisten, der grandiose Konzerte auf Mailänder Bühnen geben kann. Und dann klimpert und singt sich dieser erstaunliche Vollblutprofi kreuz und quer an der Europop-Sülze des ESC vorbei auf Platz Zwei! Dabei wusste er bis zu seinem Erfolg beim in Italien viel gewichtigeren San Remo Musikfest nichts vom ESC. Die Teilnahme war eine Beigabe für den Sieg in San Remo…

Urbino et Orbi

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Urbino, die Heimat von italienischen Größen wie Raffael, Valentino Rossi und Raphael Gualazzi…

Neugierig geworden wollte ich herausfinden, woher Raphael Gualazzi, so der Name des Künstlers, eigentlich stammt. Und hier wurde ich fündig. Aus Urbino, einem kleinen Nest an den Hängen der italienischen Adria-Region Marken.

Die 15.000 Seelen Gemeinde war über Jahrhunderte von großer klerikaler Bedeutung (hat also auch nichts mit „sexy“ zu tun), brachte aber – holla, wir kommen zum Thema – einige große Söhne hervor.

Sexsymbol: Valentino Rossi

Sexsymbol: Valentino Rossi

Als da wären Raffael, einer der größten Maler aller Zeiten, berühmt vor allem für seine Madonnenbilder, und – Valentino Rossi, Motorradrennfahrer und definitiv sexy. Ein Sexsymbol. Nicht zuletzt durch ihn ist die weibliche Fangemeinde am Grand-Prix-Sport enorm gewachsen.

Womit wir wieder beim Grand Prix wären, wie der ESC früher einmal hieß: Grand Prix Eurovision de la Chanson. Und eben bei Raphael Gualazzi.

Es kommt nämlich noch besser. Raphael Gualazzi erhielt eine klassische Klavierausbildung in unmittelbarer Nachbarschaft zu seinem Geburtsort Urbino, nämlich am Konservatorium von Pesaro. Diese Stadt ist seit 1911 auch Sitz des Motorradherstellers Benelli, bekannt für seine als technische Kunstwerke betrachteten Motorräder. Der Sound der legendären „Sechser“ oder der aktuellen „Dreier“ ist definitiv sexy.

Ich bin mir sicher, wenn man nur lang genug gräbt, findet man wahrscheinlich für jeden italienischen Motorradproduzenten eine ähnliche Verknüpfung aus Kunst, Kultur und faszinierender Technik. Das Ganze dann noch präsentiert mit der typisch italienischen Hingabe ans Publikum macht die Ducatis und Guzzis dieser Welt eben sooooo sexy… Va bene – ich habe fertig.

Gut, dass Ihr her gefunden habt. Das Wort „sexy“ lockt eben doch immer, oder? Nicht gleich wieder weglaufen, ich habe tatsächlich etwas dazu herausgefunden – nämlich eine Antwort auf die Eingangsfrage: Warum sind italienische Motorräder so sexy? Drauf gekommen bin ich ausgerechnet durch den ESC. Für Nicht-Fans: der Eurovision Song Contest, das Träller-Stelldichein Europas, das in den letzten Jahren und nicht zuletzt mit Lenas Sieg in Oslo immer wieder für Überraschungen gut war. Okay, der ESC fand also vor etwas mehr als einer Woche in Düsseldorf statt. Tolle Show, knapper Ausgang…

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