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Anfang Juni sollen alle Alpenpässe offen sein

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Als einer der letzten Alpenpässe öffnet der Sustenpass in der Schweiz. © Moritz Mahler

Pünktlich zum meteorologischen Sommerbeginn am 1. Juni 2015 werden auch die meisten Alpenpässe wieder aus ihrem Winterschlaf erwacht sein. In Deutschland sind längst alle Alpenpässe befahrbar. Und sollte das Wetter keinen Strich durch die Rechnung machen, wird es auch im Rest der Alpen bald so weit sein.

In Österreich sieht es bereits sehr gut aus. Das Timmelsjoch öffnet nach wetterbedingter Verschiebung endgültig ab heute, den 28. Mai, 7.00 Uhr, seine Mautstellen für den Durchgangsverkehr. Großglockner Hochalpenstraße und andere attraktive Alpenstraßen sind schon länger wieder vom Schnee befreit. Die Befahrung bringt aber manchen Tunnelblick mit sich, stehen am Straßenrand doch noch ausgefräste Schneewände von teilweise über vier Metern Höhe. Aber auch das ist ein einzigartiges Erlebnis.

Schon traditionell als letzte Strecke wird die Silvretta Hochalpenstraße voraussichtlich am 4. Juni 2015 für den Verkehr freigegeben. Dann ist auch der Staller Sattel wieder befahrbar, der bis 3. Juni nur von italienischer Seite aus erreichbar bleibt. Hier ist es aber eine größere Baustelle, die zur Sperrung zwang. Durch die Vollsperrung des Arlbergtunnels bis Mitte November ist den ganzen Sommer über mit hohem Verkehrsaufkommen am Arlbergpass zu rechnen. Nicht gerade ein Vergnügen, dort mit dem Motorrad im Stau zu stehen.

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Die Silvretta Hochalpenstraße soll am 4. Juni öffnen. © Rainer Jakobi

Auf italienischer Seite sollen die letzten Pässe am 1. Juni 2015 öffnen. Das sind derzeit noch das Silfser Joch (wobei hier bereits die Route über den Umbrail und hinab nach Bormio freigegeben ist), der Kleine ebenso wie der Große St. Bernhard. Frisch geöffnet sind bereits der Gavia Pass sowie Forcola di Livigno.

Auch in der Schweiz ist der 1. Juni 2015 der große Stichtag. Bis dahin sollen Susten und Nufenen (bereits am 31. Mai) sowie Furka-, Grimsel- und der Große St. Bernhardpass freigegeben sein. Unklar ist noch die Öffnung von Sanetsch sowie am Pragelpass. Zu beachten ist, dass die Schöllenenstraße wie berichtet nach Felstürzen einige Wochen gesperrt bleibt – und damit die Verbindung zwischen Göschenen und Andermatt, was natürlich Auswirkungen auf die Anfahrt zum Gotthardpass, aber auch zum Oberalp- und Furkapass, hat.

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Der Col de la Lombarde öffnet dieses Jahr mal nicht als letzter der französischen Pässe. © Dirk Leib

In den französischen Alpen überraschen die Ankündigungen, den Col d’Iseran wie auch den Col de la Lombarde schon am 31. Mai 2015 zu öffnen. Sie sind sonst meist die letzten Pässe auf der Liste. Tags darauf sollen Agnel und Kleiner St. Bernhard folgen. Als letzter der großen Pässe wird wohl der Galibier in diesem Jahr öffnen. Geplant ist der 5. Juni 2015. Dann wird auch die Route des Grandes Alpes wieder in voller Länge und Pracht befahrbar sein – als Traumstraße vom Genfer See bis an die Côte d’Azur. Keine Termine gibt es für die noch gesperrten Pässe Col de la Madelaine, Encrenaz sowie Joux Plane. Und der Col de Tende wird auf französischer Seite auch 2015 die ganze Saison über gesperrt bleiben. Der Felssturz vor einigen Jahren ist nicht beseitigt. Von italienischer Seite aus ist die legendäre Militärstraße aber erreichbar.

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In Slowenien herrscht freie Fahrt – nur die Mangartstraße ist noch dicht. © Rainer Jakobi

Zu guter Letzt werfen wir einen Blick nach Slowenien, wo alle Pässe der Julischen Alpen wie auch der Karawanken befahrbar sind. Lediglich die Mangartstraße ist noch gesperrt, ein Termin für die Öffnung steht auch nicht fest. Es dürfte sich aber auch hier nur noch um wenige Tage handeln, bis endgültig alpenweit freie Fahrt auf den schönsten Pässen und Straßen herrscht.

Wetterbedingt kann es natürlich immer zu Verschiebungen oder kurzfristigen Sperrungen auf bereits geöffneten Strecken kommen. Wer sich tagesaktuell informieren möchte, kann das HIER in unserem Portal tun – durch unseren Service von ALPENPÄSSE.co, unsere zuverlässige Übersicht über den Zustand auf mehr als 300 Alpenpässen und Alpenstraßen.

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