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Geburtstag einer Motorrad-Legende

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30 Jahre ist es mittlerweile her, da brachte der japanische Motorradhersteller Yamaha mit der XT600Z Ténéré ein Motorrad auf den Markt, das in der Szene mächtig Staub aufwirbelte. Namentlich angelehnt an die Ténéré Wüste im Süden der Sahara, erschien das erste Modell in weißem Kleid mit roten Yamaha Lettern auf dem Tank und brachte so Dakar-Flair in heimische Garagen. Absolute Geländetauglichkeit und ein 30-Liter-Tank, mit dem man ganze Länder in einem Rutsch durchqueren konnte, zeichneten das Motorrad aus und machten es zu einem treuen Begleiter so manch eines Weltenbummlers jener Zeit. Es gibt wohl kein Land der Erde, das noch nicht von der Ténéré durchpflügt worden ist.

Die eingeschworene Gemeinde der Ténéré-Fans traf sich am dritten Augustwochenende in der Ortschaft Bonaduz im Schweizer Kanton Graubünden, um den Geburtstag der Wüsten-Legende und das ebenso lange Bestehen des Ténéré Owner’s Club Switzerland gebührend zu feiern. Inmitten der Bündner Bergwelt und umgeben von zwölf Alpenpässen boten sich für die nächsten Tage traumhafte Motorradstrecken sowohl auf als auch abseits der Straße an.

xt-5Schon am Donnerstagabend stimmten sich über 300 Motorradfahrer auf ein tolles Wochenende ein. Das Eventprogramm wurde eingeläutet von einer „Motonotturno“, einer Schotter-Ausfahrt bei Vollmond. Begrüßt von einer Gruppe von Albhornbläsern stieg die Teilnehmerzahl dann am Freitag auf über 500 registrierte Fahrer an.

Drei Tage Fahrspaß auf zwei Rädern

Drei Tage lang drehte sich im Bündener Land alles um den Fahrspaß auf zwei Rädern. Ob während der gemeinsamen Ausfahrten oder abends im Partyzelt – überall wurde „Benzin gequatscht“ und es wurde deutlich, dass die Freunde der Yamaha Ténéré eine große Gemeinschaft sind. Sie kamen nicht nur aus der Schweiz und deren Nachbarländern. Die weiteste Anreise hatten drei Teilnehmer aus Russland, die den weiten Weg aus Sibirien auf sich genommen hatten.

Im eigens eingerichteten Museum standen jene Motorräder aufgereiht, die auf früheren Paris-Dakar-Rallyes große Erfolge feierten. Auch einige der Piloten, wie etwa der Italiener Franco Picco, standen dem begeisterten Publikum Rede und Antwort. Bei Reisevorträgen wurde das Fernweh angefeuert und eine umfangreiche Präsentation über die Entwicklungsgeschichte des Kultmotorrades vermittelte den Zuhörern interessante Informationen und Anekdoten aus der 30jährigen Geschichte.

xt-6Auch wenn am frühen Samstagabend der Himmel seine Schleusen öffnete und einige der Teilnehmer sich bereits auf den weiten Weg nach Hause gemacht hatten, konnte das der guten Stimmung bei der Abschlussparty keinen Abbruch tun. Diese stand unter dem Motto: „30 years – 1 spirit“.

Nach einer verregneten Nacht auf dem riesigen Campground klarte pünktlich zum Ende des Treffens der Himmel wieder auf. Die Besucher machten sich wieder auf den Weg nach Hause und so manch einer hatte noch eine Reise im Anschluss eingeplant. Eines hat sich nämlich bis heute nicht geändert: Noch immer ist die Ténéré ein treuer und zuverlässiger Begleiter. Egal, wohin man fährt. (Text & Fotos: Erik Peters)

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