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Downsizing bei KTM: 1050 Adventure vorgestellt

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Nach dem Aufrüstungswahn der letzten Zeit, der vor allem und völlig sinnfrei das Adventure-Segment befallen hat, kommt von einem der Initiatoren dieses Leistungs-Wettstreits pünktlich zur EICMA doch überraschenderweise ein vernünftiger Vorschlag, was der Markt 2015 wirklich zu benötigen scheint. Legte KTM mit der 1290 Super Adventure die PS-Latte in Köln noch auf 160 wahnwitzige Pferde, so zielt die 1050 Adventure aus gleichem Stall genau in die Lücke, die Suzuki mit der V-Strom 1000 sowie Kawasaki mit der neuen Versys 1000 als erste erkannten und angemessenen besetzen: faszinierende Alleskönner, die niemanden überfordern, erschwinglich und ausgewogen sind, ohne dabei langweilig zu wirken und tatsächlich ihrem Einsatzzweck, nämlich einem fahraktiven motorisierten Vortrieb in möglichst vielen Lebenslagen, alle Ehre machen. Allrounder eben.

Ausgestattet mit hochwertigen Zutaten können die neuen Vertreter dieser Gattung die Gewinner des Motorradjahres 2015 werden. Denn es handelt sich nicht mehr um die unterernährten kleinen Geschwister eines zweirädrigen Hochadels, sondern vielmehr um gut im Futter stehende Maschinen, die zur Abwechslung auch mal zu Ende gedacht und entwickelt sind und ihre Reiter tatsächlich notfalls bis ans Ende der Welt – und zurück – bringen.

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Mit lediglich 95 PS scheint KTM dieses Mal sogar das Understatement zu übertreiben. Dabei ist es ein Tribut an die 48 PS-Klasse, denn in Europa – außer in Deutschland – gilt, dass ein Motorrad für den A2-Schein um nicht mehr als die Hälfte gedrosselt sein darf. Mit 107 Nm bei 5.750 U/min steht zum Ausgleich reichlich Drehmoment zur Verfügung. Die von einigen Kollegen ziemlich hoch gehangenen 212 Kilo Gewicht sind natürlich Augenwischerei, denn das gilt fürs leere Spritfass, welches immerhin 23 Liter fasst und damit eine hohe Reichweite vermuten lässt. Über 230 Kilo fahrfertig sind es dann wohl doch, womit sich die 1050er KTM aber in bester Gesellschaft befindet.

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Zur hochwertigen Ausstattung gehören ein Fahrwerk von WP Suspension, Bremsen von Brembo, abschaltbares ABS, Traktionskontrolle und vom Verkaufsstart an eine ansehnliche Vielfalt an Zubehör für Reisende – also ein Rundum-Sorglos-Paket, wie es uns einfach nur gefallen kann. Mit 12.695 Euro ist die KTM 1050 Adventure zudem angemessen gepreist und steht schon jetzt auf der redaktionellen Wunschliste für 2015 ganz weit oben.

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