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Himalaya-Klettermaxe

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Ist ein Einzylinder mit 400 Kubik und 25 PS in Europa noch an den Mann zu bringen? Ist so etwas überhaupt noch zeitgemäß? Nun, die meisten von Euch werden für die brandneue Royal Enfield Himalayan kaum ein Augenbrauenrunzeln übrig haben. Wer aber gerne mal Enduro wandert, wird sich über den Neuling aus indischer Produktion freuen. In Asien jedenfalls gehören die 400er aus Zulassungsgründen zu den beliebtesten Modellen.

Der moderne Single kann zwar nicht mit übertriebener Höchstleistung strotzen, überzeugt aber mit vielen durchdachten Details. 220 Millimeter Bodenfreiheit sorgen gemeinsam mit langen Federwegen für ein Durchkommen auch in härterem Gelände. Vorne ist ein 21-Zoll-Rad verbaut, hinten ein 17-Zöller, beide bereift mit Stollenreifen der neuesten Generation, was wiederum auch auf der Straße für Fahrstabilität und Sicherheit sorgt. Dennoch beträgt die Sitzhöhe gerade mal 80 Zentimeter.

Vorne sorgt ein hoch angebrachter 60 Watt H4-Scheinwerfer für Erleuchtung, hinten ist bereits ein LED-Rücklicht verbaut. Trotz des rundum stabilen Auftritts bringt die Royal Enfield Himalayan gerade 182 Kilo fahrfertig auf die Waage. Ein vormontiertes Rack nimmt allerhand weiche wie auch harte Gepäcklösungen auf. Ein weiterer, stabiler Träger ist am Tank montiert – für Softbags, die das Nötigste zum schnellen Zugriff bereithalten.

Das aufgeräumte Cockpit überzeugt mit einem ansehnlichen Mix analoger und digitaler Anzeigen, darunter auch ein digitaler Kompass für Abenteurer, die nicht immer auf ein Navi vertrauen.

Zu Entwicklung und dem umfangreichen Testprogramm gehörten auch Etappen eben im Himalaya-Gebirge, dem Namensgeber der neuesten und modernsten Royal Enfield. Dazu gibt es hier ein aufschlussreiches Video…

https://youtube.com/watch?v=9lJL09QrPPY%3Fshowinfo%3D0

Und was sagt der Importeur zur Verfügbarkeit der neuen Royal Enfield Himalayan? „Ja, die Himalayan wird auch nach Europa kommen. Premiere ist voraussichtlich bei der Intermot in Köln, wir rechnen mit einer Auslieferung der Fahrzeuge ab Anfang 2017.“ Da freuen wir uns doch mal vor…

3 Kommentare

  1. Leider falsch. Ich habe sie seit September, bin bisher 4tkm gefahren. Motor ist klar zu schwach, ab 3000m verliert sie noch mal ca. 20% an Leisitung, selbst mit „Dünnluft Düse“ im Vergaser. Drehmoment erst ab 3000upm verwertbar, Höchstleistung (wenn man das so nennen darf) bei 6000upm.
    Mir ist die Kiste in den Bergen in Haarnadelkurven beim Überholen von LKW häufiger stehen geblieben weil keine Kraft bei niedriger Drahzahl, und dann umgekippt weil seitliche abschüssige Rabatte. Ungeil.
    Klare Fehlentwicklung des Motors. Das Fahrverhalten sonst ist sehr gut, zumindest bis die Verschleisserscheinungen einsetzen: 3500km Lenkkopflager, 3000km Dauerschmierung der Schwinge. Kein Kickstarter und schlappe 8Ah Batterie erlauben keine zu häufigen oder längeren Startversuche, das kann bei leerem Tank (nur 14l bei 3-4,5l/100) schon mal kritisch werden (Hab deshalb immer ne geladene Batterie dabei). Insgesamt kein Kaufgrund wenn man die 500er bereits hat, deren Motor ist welten besser in den Bergen.

  2. Oliver Flachmeyer

    Ich habe selbst 4500 Kilometer auf den schlechtesten Straßen Indiens mit einer 350 Classic gefahren! Ich bin sehr gespannt auf diese Enduro! Habe sie auch schon dort gesehen, aber leider noch nicht gefahren. Ich gebe dem Autor Recht, dass mehr Leistung in diesem Land nicht fahrbar ist. Die Himalayan kann laut technischen Daten alles besser als die 350er, die schon ideal für indische Verhältnisse ist. Ich hätte mir mehr Federweg für die extrem schlechten Pisten gewünscht, was die neue Enfield ja mitbringt! Sollte die Probefahrt meine Erwartungen erfüllt, könnte die Himalayan demnächst in meiner Garage stehen.

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