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Skully – der (HUD-)Helm der Zukunft

Der Skully AR1 ist der wohl erste serienreife Helm mit Head-Up-Display. Foto: skullysystems

Der Skully AR1 ist der wohl erste serienreife Helm mit Head-Up-Display. Foto: skullysystems

Skully Systems, das im kalifornischen Silicon Valley ansässige Startup der Brüder Marcus und Mitchell Weller, hat die Wettbewerber um den ersten Motorradhelm mit integriertem Display wohl geschlagen. Ab sofort kann der Skully AR1 direkt auf der Webseite des Unternehmens vorbestellt werden – zur weltweiten Auslieferung ab Mai 2015.

Der schon futuristisch gestylte Helm hat ein überaus interessantes Innenleben. In der markanten Hutze verbirgt sich eine 180°-Kamera für rückwärtige Sicht. Das Display sitzt etwas unterhalb des Sichtfeldes des Trägers, womit der Blick nach vorne nicht gestört wird. Dennoch ist das rückwärtige Treiben gut wahrnehmbar.

skully-ar1-funktionen

Doch damit nicht genug: Zusätzlich lässt sich auch eine komplette Navigation auf dem kleinen Bildschirm anzeigen, inklusive Ansagen natürlich. Die ist nämlich ebenfalls im Helm integriert. Über das Skully Synapse genannte System können auch Telefonate angenommen oder Musik gehört werden. Voraussetzung dafür ist ein Smartphone, das per Bluetooth mit dem Helm verbunden wird und gleichzeitig als Internet-Hotspot für den Helm dient. Und weil die Helmtechnologie auf dem Android-Betriebssystem basiert, dürften weitere Anwendungen externer Entwickler nicht lange auf sich warten lassen. Der Hersteller jedenfalls stellt die entsprechenden Schnittstellen frei zur Verfügung.

Wie sehr der Helm den Nerv der Zeit bereits getroffen hat, lässt sich am Erfolg des Crowdfunding ablesen, über den Skully Systems auf der Plattform Indiegogo zumindest einen Teil der Entwicklung finanziert hat. Anleger konnten dort Beträge ab 1.000 Dollar platzieren, womit der Kauf eines Helms abgedeckt war. Der angestrebte Betrag von 250.000 Dollar, den die Weller-Brüder so einsammeln wollten, wurde in kürzester Zeit um das Vierfache übertroffen!

Der nun in Weiß und Mattschwarz angebotene sowie in den Größen S bis XXL verfügbare AR1 trägt sowohl die amerikanische DOT-, als auch die europäische ECE-Freigabe und kostet für internationale Besteller 1.499 Dollar, also rund 1.125 Euro. Nimmt man mal den Preis für einen guten neuen Helm mit 500 Euro an, addiert ein gutes Motorrad-Navi mit weiteren 600 Euro, dann ist man mit dem Helm, der noch einiges mehr kann, sehr gut bedient. Wer gleich zwei Helme abnimmt, erhält noch einen substantiellen Rabatt. Und dann verkauft Skully auch die vier Prototypen aus der Entwicklung. Die aber kosten 25.000 Dollar das Stück…

Auf der informativen Webseite des Unternehmens gibt es neben weiteren Details auch die Möglichkeit zur Vorbestellung.

Zum Skully AR1

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