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Bringt Yamaha 2017 einen Scrambler nach Europa?

Yamaha SCR950

Amerika, Du hast es besser. Manchmal jedenfalls… In den USA wurde nämlich bereits die neue Yamaha SCR950 vorgestellt, ein puristisches Motorrad im Scrambler-Look, das auf der XV950 basiert.

Greg Hagemans Scrambler-Umbau der XV950 aus 2014 steht zwar noch satter auf den breiten Rädern, kam der jetzt vorgestellten Yamaha SCR950 aber schon sehr nahe.

Greg Hagemans Scrambler-Umbau der XV950 aus 2014 steht zwar satter auf den breiten Rädern, kam der jetzt vorgestellten Yamaha SCR950 aber schon sehr nahe.

Wie sehr sich diese Baureihe vom frommen Lamm in einen bissigen Wolf transformieren lässt, stellte bereits 2014 Customizer Greg Hageman mit einer bildhübschen Scrambler-Variante unter Beweis, in die wir uns sofort verliebten – und mit uns offenbar viele andere. Jetzt scheint es, als sollte es ein solches Motorrad in Serie von Yamaha geben. Auch in Europa? Die Intermot Anfang Oktober wird es sicher zeigen.

Die Eckdaten der SCR950 sind wirklich vielversprechend. Der aus der XV950 bekannte V2 ist sehr auf Drehmoment und weniger auf Höchstleistung getrimmt. Das passt zum Charakter von Scrambler-Modellen wie die Faust aufs Auge. Auch das entsprechend übersetzte Fünfgang-Getriebe unterstützt die kraftvolle Art der Fortbewegung aus dem Drehzahlkeller, wobei die Leistung angenehm weich über einen Riemen ans Hinterrad geleitet wird.

Die SCR950 rollt auf bildhübschen Speichenfelgen heran. Vorne ist es ein 19-Zöller, hinten eine 17-Zoll-Variante. Als Serienbereifung dient zumindest in den USA ein Satz grobstolliger Bridgestone-Pellen, die für den dualen Einsatz auf und abseits befestigter Wege bestens geeignet sind. Die Kotflügel sind massiv aus Metall, was individuelle Lackarbeiten vereinfacht. Über einen breiten Lenker mit Querstrebe hat der Fahrer die Fuhre gut im Griff, während er recht kommod – und sicher deutlich bequemer als auf der XV – auf einer flachen, langgestreckten Bank Platz nehmen darf.

Der Yamaha-Scrambler kann zudem mit einigen sehr hübschen Details aufwarten. Die Fahrerinfo wird von einem Solo-Instrument übernommen. Die 2-in-1 Auspuffanlage entlässt einen kernigen, aber unaufdringlichen Sound, den das luftgekühlte Kraftpaket erzeugt. Die Gabelholme werden von Faltenbälgen vor Verschmutzung geschützt, an den Seiten des Rahmens prangen an Wettbewerb erinnernde Startnummern-Halter. Und wie es aussieht können Käufer in den USA vom Verkaufsstart an aus einem großen Zubehör-Pool schöpfen, um die SCR950 weiter zu individualisieren. Da werden sicher auch die bekannten Veredler nicht lange mit Bauteilen auf sich warten lassen.

Bei allen Retrodetails bleibt Yamaha aber auch der neu gefundenen Linie treu, schon an einfachen Modellen moderne Elemente wie etwa die LED-Rücklichter zu verbauen. Gespart wurde allerdings am Tankinhalt. Das tropfenförmige Spritfass ist zwar hübsch in die Linie des Bikes eingebunden, bietet aber mit 12 Litern nur eine Reichweite von etwa 240 Kilometern. Sensationell ist unserer Meinung aber der mögliche Preis, denn in den USA ruft Yamaha gerade mal 8.699 Dollar für die in zwei Farbvarianten erhältliche SCR950 auf. Könnte man dies in Euro auch halten, wäre der Fernost-Scrambler sicher ein heißer Kandidat für vordere Ränge in den Verkaufscharts der kommenden Saison…

Weitere Infos (Yamaha USA)

 

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