Dienstag, 29. Mai 2012
Aktuelles von den Alpenpässen E-Mail

Nach einer erlebnisreichen Woche in den Alpen haben wir zahlreiche neue Touren mitgebracht, die in den kommenden Ausgaben von ALPENTOURER vorgestellt werden. Aber es gibt auch ein paar aktuelle Infos zu diversen Pässen, die wir Euch gerne jetzt schon zu Gute kommen lassen.

Am Timmelsjoch ist die Südtiroler Seite nun endlich weitgehend mit einem neuen Belag versehen. Der ist bei Feuchtigkeit aber noch mit Vorsicht zu genießen, uns jedenfalls kam er noch ein wenig rutschig vor. Besonderes Lob verdient die neue Asphaltierung des langen Tunnels. Endlich sind die gigantischen Schlaglöcher weg, in die man immer reingefahren ist – mangels Sicht. Außerdem wurden an den Rändern nun auch in diesem Tunnel zumindest Reflektoren installiert. Damit ist das nicht mehr der totale Blindflug wie früher.

Auch der Fedaia ist an vielen Stellen überarbeitet worden und präsentiert sich jetzt wieder in gutem Zustand. Gleiches gilt für den Passo di Giau. Der Manghen zählt sicher zu den Leckerbissen für Alpentourer, Streckenführung und Landschaft sind immer wieder beeindruckend. Hier muss aber auf beiden Rampen im unteren Teil mit tierischen Begegnungen gerechnet werden. Und die Rindviecher hinterlassen gerne zahlreiche Tretminen auf dem ansonsten sehr griffigen Asphalt. Also Vorsicht bitte.

Ähnliches gilt auch für Kühtai und die Kaunertaler Gletscherstraße. Bei letzterer gesellen sich zu den Rindern auch noch Ziegen, die gerne mal mit in einer Kehre auf dem warmen Asphalt ein Mittagsschläfchen halten. Alpenanfänger können Pässe mit freilaufendem Getier immer gut daran erkennen, dass an den Zufahrten Weidegitter eingelassen sind. Die im Sommer auf den saftigen Almen grasenden Tiere werden so daran gehindert, das Weidegebiet unkontrolliert zu verlassen. Sie sind aber auch unbeaufsichtigt und tummeln sich gerne an und auf den Straßen – nicht zuletzt, weil sie leider immer wieder von Touristen angelockt und gefüttert werden. 

Ansonsten wird derzeit am Übergang vom Pordoi zum Sella gebuddelt. Weder die Baustelle noch der selbst zur Wochenmitte nicht abreißende Verkehrsstrom machen die Sella Ronda derzeit zum Vergnügen. Um dieses Weltnaturerbe zu erhalten, wird sich sicher etwas ändern müssen, eine Diskussion, die wir von ALPENTOURER demnächst mal anschieben.

Aktuelle Hinweise zur Befahrbarkeit von über 300 Alpenpässen und Alpenstraßen gibt es wie immer hier.



 

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