| Ikonen der Motorrad-Geschichte |
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Lange Winter sind immer eine gute Gelegenheit, sich der Faszination des Motorrads zu widmen. Nicht zuletzt deshalb finden zahlreiche Messen rund ums Zweirad in der kalten Jahreszeit statt. Doch nicht nur diese, auch Ausstellungen, etwa zur Geschichte des Motorrads, werden dann gerne gezeigt. „Motorrad Ikonen“ lautet der Titel einer solchen Ausstellung, die in der Wolfsburger Autostadt seit Ende November 2009 und noch bis zum 11. April 2010 im ZeitHaus präsentiert wird. In sechs Bereichen werden täglich zwischen neun und 18 Uhr Raritäten und eindrucksvolle Modelle aus der Motorrad-Geschichte gezeigt. Sie führt von den Anfängen im 19. Jahrhundert über die Entstehung des Volksmotorrades bis hin zur Entwicklung moderner Sport- und Rennmaschinen. „Wir zeigen in der Ausstellung Motorrad-Ikonen in erster Linie seltene und besondere Motorräder aus über 100 Jahren Motorrad-Geschichte“, sagt Dr. Maria Schneider, Kreativdirektorin der Autostadt, und ergänzt: „Gerade im Winter, wenn die passionierten Fahrer ihre eigenen Maschinen in der Garage verstauen, ist es ein Genuss, die liebevoll restaurierten Maschinen im ZeitHaus zu bewundern.“ Die Anfänge des Motorrads lassen sich auf das Ende des 19. Jahrhunderts datieren, als im Zuge der Motorisierung erste Fahrradhersteller damit beginnen, ihre Zweiräder mit kleinen Motoren auszustatten. Unter diesen Pionieren findet sich auch die tschechische Marke Laurin & Klement, die 1925 Teil des Škoda-Konzerns wurde. Von der bürgerlichen Mitte zur Freiheit auf zwei Rädern
Auf insgesamt fünf Ebenen folgt die Ausstellung weiteren wichtigen Stationen in der Motorrad-Entwicklung. Mobilität fürs Volk brachten die so genannten „Volksmotorräder“, die in hoher Stückzahl und in robuster Bauart hergestellt wurden. Zu den Weltmarktführern zählten in diesem Segment die Hersteller DKW und NSU. Mittelklasse-Motorräder, wie sie von Individualisten des Bürgertums gefahren wurden, sind in dem Ausstellungsteil „Die bürgerliche Mitte“ zu finden. „Luxus-Geschöpfe“ wiederum zeigt Motorräder aus verschiedenen Jahrzehnten, deren Anfertigung sehr aufwändig und kostspielig war. Unter der Überschrift „Es lebe der Sport“ ist die Klasse der Sport- und Rennmaschinen versammelt, deren technische Höchstleistungen oft Vorbild für spätere Serienproduktionen war. „Freiheit auf zwei Rädern“ ist der Titel für die Modelle der Marke Harley-Davidson, die bis heute ein Symbol der Freiheit und Unabhängigkeit sind. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem international renommierten Motorrad-Experten und Autor des Buches „Motorrad Ikonen“, Stefan Knittel, und wurde kuratiert von dem Industriedesigner Heinrich Fiedeler und Dr. Thomas Köhler, dem stellvertretenden Direktor der Berlinischen Galerie, Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur. Die gezeigten Motorräder sind Leihgaben von privaten Sammlern. Weitere Informationen im Internet.
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