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Editorial 6/2017: E-Mobilität

Cheffe meint: Wir müssen uns mit E-Mobilität befassen.

Noch wird das Zukunftsthema Elektro-Mobilität von den meisten Motorradfahrern wenn überhaupt mit einem abschätzigen Blick bedacht. Doch machen wir uns nichts vor: Gerade wir werden uns schneller als wir jetzt glauben mögen damit auseinandersetzen müssen. Und genau deshalb widmen wir schon in diesem ALPENTOURER einen guten Teil der redaktionellen Beiträge diesem Thema.

Und warum auch nicht? Trotz eines noch sehr überschaubaren Angebots gibt es längst Einsatzmöglichkeiten, die zumindest ich nur allzu gerne nutzen würde. Viele von euch wissen, dass ich mit Vorliebe entfernte und oft nur über unbefestigte Wege erreichbare Ziele in Europas grandiosen Bergwelten ansteuere. Die Suche nach solchen noch legal anfahrbaren Punkten gestaltet sich immer schwieriger. Etliche Zufahrten sind bereits für den motorisierten Verkehr gesperrt – jedenfalls den von Verbrennern angetriebenen.

Für eine kleine, leichte Enduro wie etwa die Zero DS gelten solche Verbote – noch – nicht. Jedenfalls so lange nicht, wie die Grauzone der elektrisch betriebenen Fahrzeuge etwa e-bikes, also Fahrrädern mit Elek­tromotor, die Befahrung erlaubt. Ein e-Motorrad ist aus Umwelt- und Lärmaspekten betrachtet nichts anderes. Einzig: Es fehlen die Pedale.

Wir müssen uns rechtzeitig mit e-Mobilität befassen. Also BMW: Wo bleibt die e-GS?

Schleichen wir uns also bald leise surrend durch Wald und Flur? Es hätte durchaus seinen Reiz. Wenn sich solche Motorräder jetzt noch mit vernünftigen Reichweiten und entsprechender Ausstattung zu Reise-Enduros entwickelten, stünde den Herstellern der ersten Stunde sicher ein großer Markt zur Verfügung. Also BMW: Wo bleibt die e-GS?

Wer, wenn nicht der Markführer, könnte mit Macht und Moneten den Markt aufmischen? Wer, wenn nicht der dahinter stehende Automobil-Konzern das Know-how liefern? Bisher sind es doch eher kleine Unternehmen, die mit viel Engagement und oft (zu) wenig Geld zeigen, was heute schon machbar ist. Würden die großen Hersteller einsteigen, purzelten sicher auch bald die Preise – dank einer höheren Nachfrage.

Wichtig wäre dann aber auch, dass man sich mal auf ein Lade-System einigen würde. Schon heute kann man „elektrisiert“ durch Europa reisen. Allerdings nehmen die notwenigen Adapter viel Platz weg, gar nicht zu reden von dem guten Dutzend Karten, die es braucht, um die Ladesäulen nutzen zu dürfen.

Es ist also noch viel zu tun. Vielleicht sollten sich die führenden Köpfe der Branche mal eine konspirative Auszeit gönnen. Was würde sich dazu besser eignen, als eine der Inselfluchten, die wir euch in dieser Ausgabe anbieten. Korsika und Gran Canaria locken mit grandiosen Landschaften und Straßen, zumindest letztere auch und gerade im Winter.

Genießt auch diesen ALPENTOURER – und teilt uns gerne eure Gedanken zur e-Mobilität mit.

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Ein Kommentar

  1. Natürlich gehts, fahre schon die 3. Saison elektrisch, heuer eine 2000km Schweiztour über alle relevanten Pässe und trotz allerhand Ladeequipment war auch noch genügend Platz für meine Sozia.

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