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C-Bow: die Gepäcklösung für Nakeds und Sportler

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Es ist nicht immer leicht das richtige Koffersystem für das eigene Motorrad zu finden – besonders, wenn es sich nicht um ein klassisches Tourenmotorrad handelt. Gerade Naked Biker und Sporttourer kennen das Problem, obwohl es auch unter diesen Fahrern Leute gibt, die gerne mal längere Touren mit mehr Gepäck antreten. 

Koffersysteme für Tourenmotorräder sind nicht immer ideal gestaltet, weil sie für den Soziusbetrieb ungeeignet sind oder über zu geringes Volumen (vornehmlich mit Aussparungen auf der Auspuffseite) verfügen. Mit dem schon länger bekannten C-Bow-System versucht Hepco & Becker diese Probleme zu lösen. Ob das gelungen ist, sollte ein Langzeit- und Härtetest auf einer Kawasaki Z900 (2017-2019) zeigen. Auf 3.600 Kilometern von Wuppertal über Salzburg, Kärnten und Slowenien bis nach Istrien und zurück wurde das System auf Herz und Nieren getestet. 

Das System ist schnell montiert

Die Montage verlief denkbar einfach, auch wenn etwas handwerkliches Geschick und am besten eine zweite Person zum Fixieren benötigt wird. Zuerst werden die vier fahrzeugspezifischen Halterungsstangen auf beiden Seiten verbaut. Die Befestigungspunkte sind ebenfalls modellspezifisch und auf der Hepco & Becker-Webseite einsehbar. Die entsprechend längeren Schrauben werden mitgeliefert. Anschließend werden die beiden C-förmigen Halterungen angeschraubt und schon ist das System montiert. 

Die gewählten Taschen werden über eine Führung von oben auf die C-Halterung geschoben. Dort rasten sie nicht – wie bei anderen Systemen üblich – ein, sondern werden mithilfe des integrierten Schlosses verriegelt und sitzen dadurch nicht nur fest, sondern sind auch gegen Diebstahl geschützt. Am Campingplatz angekommen mussten nur noch die Schlösser geöffnet werden und schon konnten wir die Taschen mühelos abnehmen – keine Selbstverständlichkeit bei verschiedenen anderen Seitenkoffern.

Die im Testpaket enthaltenen Royster Softtaschen machen einen sportlichen Eindruck und verfügen über eine kleine Außentasche sowie eine große Innentasche mit wasserdichtem Layer. Mit 12 Litern pro Tasche sind sie keine Raumwunder, aber mehr als ausreichend, um den Großteil unserer Campingausrüstung – abgesehen vom Zelt – zu verstauen. Dass die Taschen auch tatsächlich wasserdicht sind, können wir nach zwei Tagen Dauerregen im Salzburger Land bestätigen. Für den Fall, dass doch einmal mehr Platz benötigt wird, bietet Hepco & Becker eine Vielzahl an C-Bow-kompatiblen Taschen in allen Formen und Farben an – und die Auswahl wird stetig erweitert.

Auf der gesamten Tour konnte uns das C-Bow-System inklusive Softtaschen mit seiner Funktionalität und vor allem dem dezenten Aussehen überzeugen, denn das System und die Taschen fügen sich ideal ins Fahrzeugbild ein und ziehen immer wieder interessierte Blicke auf sich. Auch wenn die Taschen nicht in Benutzung sind, stören die beiden C-Bögen das Gesamtbild des Bikes nicht. Besonders vorteilhaft ist dabei, dass bei den C-Bows an Motorrädern mit höher liegendem Endtopf kein Platz im Seitenkoffer verloren geht. Unser persönliches Highlight: Die C-Bow-Taschen lassen sich universell auf jedem Motorrad montieren, dass einmal mit den entsprechenden Halterungen ausgerüstet wurde.

Obwohl wir auf der Testtour genug Zeit hatten, nach Kritikpunkten zu suchen, konnten wir nichts Gravierendes feststellen. Zwei Dinge sollte man jedoch wissen: Erstens sollten die Taschen laut Hersteller nicht mit mehr als 5 Kilo beladen werden und zweitens verblieben an den C-Bows nach unserer Regenfahrt durch den Schmutz zwischen Taschen und Bogen oberflächliche Kratzer. Aber bei dem Koffersystem handelt es sich schließlich um einen Gebrauchsgegenstand.

XTRAVEL-Hecktasche als Ergänzung

Komplettiert wird das C-Bow-System mit der neuen Hecktasche XTRAVEL, die über ein erweiterbares, wasserdichtes Innenfach und ein edles Hardcover mit weiteren Befestigungspunkten verfügt. Zusätzlich sind in einem versteckten Fach an der Unterseite zwei Gurte angebracht, sodass die Hecktasche auch als Rucksack verwendet werden kann. Befestigt wird die XTRAVEL mithilfe von vier Gurten. In Kombination mit dem C-Bow-System lassen sich die Stangen perfekt zur Befestigung der Gurte nutzen – besonders, wenn das Motorrad ansonsten über wenige Befestigungsmöglichkeiten verfügt. Einziger Kritikpunkt: Die Haken an den Gurten sind etwas hakelig und benötigen ein wenig Fingerspitzengefühl, um sie zu lösen. Unser Tipp: Haken nach oben ziehen und erst dann seitlich herausziehen. Zudem könnten die Gurte doch noch ein Stück länger sein. Ansonsten konnte aber auch diese Tasche mit einem Packvolumen von 23 bis 30 Litern bei unseren Regenfahrten und im Alltag zum schnellen Transport verschiedenster Gegenstände überzeugen.

Das C-Bow-System erweist sich also an Naked Bikes und Sportlern als rundum gelungene Alternative zu herkömmlichen Koffersystemen. Auch die Kosten halten sich in Grenzen. Die C-Bow-Halterung (fahrzeugspezifisch, verfügbar für alle gängigen Modelle) gibt es ab 170 Euro, den Seitentaschensatz „Royster“ für rund 243 Euro. Und die Hecktasche XTRAVEL M inkl. Gurtbefestigung kostet ca. 145 Euro. Weitere Kombinationen bietet die Webseite des Herstellers.

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