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Motorrad-Messen: Absagen im Doppelpack

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Nachdem in diesem Jahr schon der Herbst ein Trauerspiel ist, was für Motorradfahrer auch an den abgesagten Szene-Events in Mailand und Köln liegt, sehen die Aussichten fürs Frühjahr dank der zweiten Corona-Welle nicht besser aus. Gleich im Doppelpack trudelten die Absagen der beliebten Neuheiten-Shows in Friedrichshafen (Motorradwelt Bodensee)  sowie in München (IMOT) ein.

Zwar hatte die Motorradwelt Bodensee ein überzeugendes Konzept erarbeitet, und dank der weitläufigen Hallen in Friedrichshafen wäre es wohl eine recht sichere Veranstaltung geworden. Doch die meisten Motorradhersteller zogen zeitig die Notbremse und stiegen aus ihren Verträgen aus. „Wir bedauern es sehr, aber leider lassen uns die aktuellen Entwicklungen keine andere Wahl für die Motorradwelt Bodensee“, erklärte Petra Rathgeber die schwerwiegende Entscheidung, die das Team jetzt treffen musste. Um die lange Zeit bis 2022 zu überbrücken, will das Motorradwelt-Team eine alternative Präsentationsplattform anbieten. Diese soll die Möglichkeit eröffnen, zumindest virtuell in Kontakt mit den Besuchern zu bleiben, um Produkte, Neuheiten oder Events vorzustellen. Details sollen in den nächsten Wochen bekannt gegeben werden.

Ähnlich die Situation in München: Dass die IMOT nicht im engen M,O,C hätte stattfinden können, war schnell klar. Noch während der Veranstalter mit der Messe München über einen Umzug aufs großzügige Messegelände in München Riem verhandelte, machte auch hier der Rückzug der Branchengrößen die Planungen obsolet. „Nach Abwägung aller Erkenntnisse und auch mit Blick auf die sich aktuell wieder sehr negativ entwickelnde Corona-Situation in Deutschland haben wir uns schweren Herzens dazu entschlossen, die IMOT 2021 abzusagen“, erklärt Petra Zahradka, Geschäftsführerin der IMOT. „Wir sagen unsere Messe aus Verantwortung gegenüber unseren Ausstellern, unserem Team und natürlich gegenüber unseren Besucherinnen und Besuchern ab.“

Die Bike Austria im österreichischen Tulln hatte bereits Ende September die Segel gestrichen. Aufgrund des zweijährigen Turnus werden hier erst wieder 2023 die Tore für Motorradfans öffnen. Wie es um die Veranstaltungen in Hamburg, Leipzig und Dortmund steht, ist derzeit noch unbekannt. Es scheint aber unwahrscheinlich, dass sie alle durchgeführt werden. Mit etwas Glück könnte es auf ein Branchentreffen in Dortmund hinauslaufen. Die größte Publikumsmesse findet dort schließlich traditionell erst im März statt.

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