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Touratech muss Insolvenz anmelden

Touratech-Baustelle

Die Touratech AG, der süddeutsche Spezialist für Motorrad-Zubehör mit weltweiten Niederlassungen, hat Insolvenz angemeldet. Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde Dirk Pehl bestellt. Der Geschäftsbetrieb soll aber unverändert fortgesetzt werden.

Die rund 400 Mitarbeiter des Unternehmens wurden laut Pressemitteilung am Freitag vom vorläufigen Insolvenzverwalter sowie vom Vorstand im Rahmen einer Betriebsversammlung über die Insolvenz und den aktuellen Status informiert. Die Löhne und Gehälter sind nach Angaben des Insolvenzverwalters aber bezahlt.

Dirk Pehl werde die Phase der vorläufigen Insolvenz nutzen, um sich einen Überblick über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens zu verschaffen und Sanierungsoptionen zu prüfen. „Touratech hat bereits vor dem Insolvenzantrag mit seinen Beratern erste Grundzüge für ein Sanierungskonzept entworfen“, gab Pehl nach einer ersten Bestandsaufnahme bekannt. „Es geht nun zunächst darum, die begonnene Restrukturierung umzusetzen und Möglichkeiten zu entwickeln, um das Unternehmen auf eine gesunde finanzielle und wirtschaftliche Basis zu stellen, um den Standort und die Arbeitsplätze möglichst zu erhalten.“

Ursache der Insolvenz ist die verspätete Umsetzung des Neubaus, der aufgrund einer erhöhten Nachfrage notwendig war. Die damit verbundenen Schwierigkeiten seitens Logistik und Fertigung sowie die in erheblichem Umfang entstandenen Produktions- und Lieferausfälle führten laut Anwalt schließlich zur Insolvenz.

In wie weit die Insolvenz zu Entlassungen und weiteren drastischen Einsparungen führt, ist zur Zeit noch nicht abzusehen. Ein wahrscheinliches Szenario aber dürfte sein, dass sich das Unternehmen auf seine Kernkompetenz, die Eigenentwicklung, Produktion und den Vertrieb von Zubehör für eine Vielzahl von Motorrädern konzentriert. Die in den letzten Jahren reichlich zugekauften Produkte dürften zunächst einmal aus dem Angebot verschwinden.

Während des Touratech Travel Events im Juni war schon Unruhe unter den Mitarbeitern zu spüren. Auch in der Umgebung von Niedereschach, wo Touratech der wichtigste Arbeitgeber ist, war des Öfteren von finanziellen Schwierigkeiten die Rede. Das bestätigt sich nun durch die Eröffnung des Insolvenzverfahrens.

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