Startseite » ALPENTOURER NEWS » Yamaha baut mit MT-10 erfolgreiche MT-Reihe aus

Yamaha baut mit MT-10 erfolgreiche MT-Reihe aus

2016-Yamaha-MT-10-03

Im fernen Japan wird man wohl neidischen Blickes auf den Erfolg der nackten BMW S 1000 R geschaut haben. Bei Yamaha hat man aber auch reagiert und sich wohl gedacht: Moment, einen sportlichen Vierzylinder in diesem Hubraumsegment haben wir auch, das Triebwerk der supersportlichen R1. 160 – und mehr – PS kann dieser Vierzylinder schon lange. Und eine Baureihe, der ein solches Modell die Krone aufsetzt, gibt es bei Yamaha ebenfalls: die erfolgreichen MT-Modelle. Also ist der Schritt in die nackte Oberklasse ein überaus logischer.

2016-Yamaha-MT-10-action-11Mit der MT-07 sowie der MT-09 hat Yamaha bereits vorgemacht, wie man ein ganz frisches Marktsegment erfolgreich besetzt. Die MT-10 soll also nun das Sahnehäubchen am oberen Ende der Leistungsskala werden. Und weil die Japaner in ihrer MT-Reihe auch schon eine 125er vorzeigen können, darf sich der geneigte Kunde von Einstieg bis zum Aufstieg auf Markentreue ohne Umstieg einrichten.

Eigentlich haben wir ja eher mit einer MT-07 Tracer gerechnet, die während der Saison bereits mehrfach auf Testfahrten gesichtet wurde. Doch haben die Japaner deren Vorstellung wohl wegen des MT-10 Engagements verschoben. Jetzt dürfen dann aber auch bald Wetten abgeschlossen werden, ob es eine MT-10 Tracer als Gegenstück zur S 1000 XR geben wird.

Allerdings halten wir bei ALPENTOURER auch nicht mit unserer Kritik an der derzeitigen Leistungsexplosion zurück. Naked Bikes oder auch Allrounder mit Supersportler-Allüren – das verträgt sich unserer Meinung nach nicht. Doch dem Markt scheint es zu gefallen. Und was sich verkauft, wird eben auch gebaut.

Print Friendly, PDF & Email

5 Kommentare

  1. Hallo Leute. Ich fahre seit den 80ern Moped und war eigentlich immer eingefleischter Yamaha Fahrer. Ich vermisse in der Modellreihe die aktuell verfügbar ist eine sportliche Maschine um 1000 ccm die auch zum sportlichen TOUREN geeignet ist. MT 10, sicher geile Optik, Technik ist auf Stand der Zeit. MT09 Trauer, Nachfolger der FZ1/Fazer? Fehlanzeige! Wenn meine jetzige Fz1 Fazer mal aufgeben sollte, bleibt nach 30 Jahren der Wechsel zur Marke Kawasaki. Z1000sx. Meiner Meinung ist die Modellpolitik voll daneben weil für das, was ich unter Motorrad fahren verstehe ist bei Yamaha nichts mehr vorhanden.

  2. Ich würde mir einen Nachfolger für die Fazer FZ1 wünschen. mit moderner Technik Die MT ist von der Anmutung her zwar modern, mir jedoch viel zu abstrakt. Ich hätte gern etwas im Fazer FZ1 Design in Richtung R1 gehabt. das würde ich gern kaufen

  3. Es wurde schon Zeit,dringenst, dass Yamaha nachrüstet und die gute alte Fazer bzw FZ1 ersetzt. Nach dem Ausehn und dem eingebauten R1 Motor zu urteilen dürfte das gelingen.
    Was mich allerdings brennend interessieren würde ist eure Aussage dass sich Allrounder mit Supersportlerdaten nicht vertragen. Was gibt es besseres als genug Leistung wenn sie gebraucht wird? Was ist schlecht an einem ABS system eines Supersportlers? Was ist schlecht an Federelementen eines Supersportlers?Was ist böse an einer auf der Rennstrecke erprobtem Traktionskontrolle oder ähnlichem?

    Da bin ich jetzt aber neugierig

    • Wir haben schon die Auftritte einer Multistrada sowie vor allem der S 1000 XR von BMW kritisch begleitet. Gegen einen vernünftigen Einsatz ausgefeilter Technik zur Unterstützung des Fahrers in schwierigen Situationen ist nichts einzuwenden. Unserer Meinung nach wird diese Technik, die eigentlich mehr Sicherheit bringen soll, aber vor allem dazu genutzt, nur noch mehr Leistung in Motorräder zu packen, die ohne diese Technik gar nicht mehr zu kontrollieren wären. Das halten wir für eine fatale Spirale. Viele Leser schließen sich dem auch an, denn sie wünschen sich lieber Motorräder, die bezahlbarer und – vor allem für den gelegentlichen Geländeeinsatz – leichter sind, statt Pseudo-Enduros mit 160 und mehr PS. Aber natürlich ist auch das alles Geschmackssache. Wem’s gefällt, gut. Uns macht es Sorge, dass die Leistung an Motorrädern explodiert, die für gänzlich andere Einsatzzwecke erdacht worden sind. Das ist unsinniges Wettrüsten – und wohin so etwas führt, haben wir doch oft genug gesehen, oder?

      Neugier befriedigt?

      • Danke für deine Antwort,aber nein,nicht befriedigt.
        Die Technik die da reingepackt wird,gibt es auch mittlerweile in den unteren Leistungsklassen. NAtürlich sind Bikes mit jenseits von 160 Ps am Hinterrad ohne Technik nur mehr für eine Handvoll Leute wirkjlich kontrollierbar,aber mit gehts eben für jeden leichter.
        Ichs ehe das nicht als Wettrüsten,sonderne eher als Entwicklung,als Errungenschaften. Keiner muss sich eine Tuono 1100 oder ähnliches kaufen, aber ich finde es schön wenn man es kann wann man will.
        Deiner Meinung in Bezug auf die PS starken Enduros kann ich folgen, da bringen 160 PS nix im Gelände! Aber bei einem nakedbike wie tuono,mt 10 oder ähnlichem dürfens gerne 200 Ps sein. Was ist schöner als dieser brachiale Schub wenn man ihn haben will?
        Schon Anfang der 80er Jahre als man 100 Ps beschränkte dachte man das wäre richtig,hat sich aber als falsch erwiesen und umbringen kann man sich mit 50 Ps genauso.
        Apropos, ich habe mit meiner Nuda 900 R den echten superspass,aber wenn ich mich auf die Tuono setze und den Schub spüre, das Fahrwerk geniesse,gehts mir mindestens genauso gut

Kommentar verfassen

x

Check Also

Honda hat die Gold Wing geschrumpft

Die Luxusmotorrad-Ikone Honda GL1800 Gold Wing wird kompakter, leichter und agiler als jemals zuvor.

Fahrbericht Ducati Scrambler Desert Sled

Ducati stellt mit der Desert Sled einen Scrambler auf die feinen Speichenräder, der auf Anhieb jedem gefällt.

Fahrbericht Honda X-ADV: Moller oder Rotorrad?

Es passiert ja selten, dass im Bereich Motorrad noch neue Kategorien „erfunden“ werden. Den Ingenieuren ...

Translate »